Was lernt man in einer Human Design Ausbildung für Kinder?

Die Ausbildung macht das Chart eines Kindes Schritt für Schritt lesbar und im Alltag nutzbar, von den Energietypen bis zu den Spezialisierungen.

Kurz erklärt

  • Das Format ist berufsbegleitend und in drei Stufen aufgebaut.
  • Jede Stufe ist in sich abgeschlossen.
  • Die Inhalte gelten vom Säugling bis zum Jugendalter.
  • Gelernt wird mit Videos, Workbooks, Werkzeugkästen, Referenzkarten und Fallbeispielen.
  • Der Leitgedanke lautet: Am Kind ist nichts falsch.

Eine Human Design Ausbildung für Kinder macht das Chart eines Kindes Schritt für Schritt lesbar und im Alltag nutzbar. Der Weg führt von Energietypen, Zentren und Profilen bis zu den Spezialisierungen wie Schlaf oder Lernen.

Rieke ist vier und verneint im Kindergarten fast alles. Die Fachkraft in ihrer Gruppe probiert verschiedene Methoden aus, und der Erfolg schwankt von Tag zu Tag. Daraus entsteht die Frage, ob nicht ein grundlegendes Verständnis fehlt.

Genau an diesem Punkt landen viele Fachkräfte. Gesucht wird kein weiteres Verfahren, sondern ein Blick auf die Anlage eines Kindes.

Wie ist eine Human Design Ausbildung für Kinder aufgebaut?

Die drei Stufen bauen aufeinander auf. Du kannst nach den Grundlagen aufhören, weil jede Stufe für sich abgeschlossen ist.

Die erste Stufe besteht aus zwei Teilen: den Grundlagen und einer Vertiefung. Die Inhalte werden dabei immer an typischen Alltagssituationen durchgespielt, also am Morgen, in Kita und Schule, bei den Hausaufgaben und am Abend.

Die drei Stufen und ihre Schwerpunkte

  • Stufe 1, Grundlagen: Energietypen im Kindesalter, die neun Zentren, Strategie im Familienalltag, Autoritäten.
  • Stufe 1, Vertiefung: die sechs Linien und zwölf Profile, offene und definierte Zentren, Stress und Konditionierung.
  • Stufe 2, das gesamte Chart: Synergie, Konditionierungen, Definitionen und Splits, 64 Tore, 36 Kanäle, Aufbau eines Readings.
  • Stufe 3, Spezialisierungen: Schlaf, Lernen, Ernährung, Motivation, Familienfeld und ätherische Öle.

Was lernst du in der ersten Stufe?

Der erste Teil vermittelt Energietypen, Zentren, Strategien und Autoritäten, und zwar mit Blick darauf, wie Kinder Entscheidungen treffen. Das unterscheidet sich deutlich von der Arbeit mit Erwachsenen.

Der zweite Teil vertieft Linien, Profile und Zentren. Dazu kommen Stress, Überforderung und Konditionierung. Angewendet wird das in Familie, Kita, Schule und Begleitung.

Für viele Fachkräfte ist die erste Stufe schon ein vollständiger Werkzeugkasten. Die weiteren Stufen bauen darauf auf, sie ersetzen sie nicht.

Welche Teile des Charts lernst du in den weiteren Stufen lesen?

Die zweite Stufe umfasst sechs Module: Synergie, Konditionierungen, energetische Organisation, Tore, Kanäle und den Aufbau eines Readings. Hier wird das Chart als Ganzes lesbar.

Die dritte Stufe behandelt die Variablen, also die Pfeile am Kopfzentrum, und sechs Spezialisierungen. Erst auf dieser Ebene lassen sich Fragen zu Schlaf, Lernen und Ernährung fachlich beantworten.

Dem Umfang nach entspricht das rund 2.327 Seiten in der zweiten Stufe, rund 4.941 Seiten in der dritten Stufe und etwa 410 Lernstunden.

Mit welchen Formaten wird gelernt?

Zu jedem Kapitel gibt es ein Video von etwa zehn bis dreißig Minuten, dazu Workbooks mit Beobachtungsaufgaben, Werkzeugkästen, Referenzkarten, Playbooks und Fallbeispiele.

Den Rahmen bilden ein Vorabgespräch, Supervision während der Ausbildung und eine Verpflichtung auf ethische Grundsätze zum Abschluss. Die Fallarbeit erfolgt an echten Charts.

Die Grundhaltung lautet: An deinem Kind ist nichts falsch. Gemeint ist, nach Bedingungen zu suchen statt nach Defiziten. Diese Haltung prägt auch die Sprache im Elterngespräch.

Was kannst du nach der Ausbildung konkret tun?

Die Fachkraft aus dem Beispiel lässt Rieke heute Zeit, statt die nächste Methode zu suchen. Ihre Beobachtungen kann sie im Team nachvollziehbar beschreiben, und im Elterngespräch findet sie Worte, die entlasten.

Typische Anwendungen

  • Charts strukturiert lesen, statt einzelne Merkmale herauszugreifen.
  • Eltern erklären, was im Chart ihres Kindes steht, und zwar alltagsnah.
  • Anlage von Konditionierung unterscheiden.
  • Bedingungen für Schlaf, Lernen, Essen und Motivation anpassen.
  • Readings aufbauen und über Zeit begleiten.
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Häufige Fragen

Muss ich alle drei Stufen machen?

Nein. Viele beginnen mit den Grundlagen. Wer später eigenständig Familien begleiten möchte, braucht die vollständige Ausbildung.

Lerne ich in der Ausbildung auch etwas über mein eigenes Design?

Ja. Beim Lesen eines Kinder-Charts wirkt immer das eigene Design mit. Deshalb gehört die Auseinandersetzung damit dazu, und zwar damit du bewusst berücksichtigen kannst, warum dir bestimmte Kinder leichter oder schwerer zugänglich sind.

Ist die Ausbildung auch für Eltern geeignet?

Die Inhalte sind für Eltern verständlich, vor allem die Grundlagen helfen beim Verständnis des eigenen Kindes. Für die berufliche Arbeit mit Familien braucht es die weiteren Stufen.

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