Kurz erklärt
- Der Ernährungstyp steht am oberen linken Pfeil des Charts.
- Eine Farbe von eins bis sechs und eine Richtung ergeben zwölf Typen.
- Die Typen beschreiben Bedingungen, unter denen ein Kind gut isst, keine Lebensmittellisten.
- Die Farbe sagt, worauf der Körper achtet, die Richtung, wie er die Bedingungen verarbeitet.
Der Ernährungstyp ergibt sich aus der oberen linken Variable im Chart. Eine Farbe von eins bis sechs wird mit einer Pfeilrichtung verbunden, daraus ergeben sich zwölf Typen. Sie beschreiben die Bedingungen, unter denen ein Kind gut isst, und nicht, was auf den Teller soll.
Arne ist sieben, Frida vier, und sie essen dasselbe Mittagessen unter völlig verschiedenen Bedingungen gut. Ihre Eltern haben beide gleich behandelt, und genau das hat nicht funktioniert, weil die Geschwister unterschiedlich angelegt sind.
Woraus ergibt sich der Ernährungstyp eines Kindes?
Die vier Variablen stehen als kleine Pfeile neben dem Kopfzentrum. Die linken Pfeile beziehen sich auf den Körper, die rechten auf den Verstand. Der Ernährungstyp steht am oberen linken Pfeil und hängt damit an der körpereigenen Art, mit Essen umzugehen.
Jeder Pfeil trägt eine Farbe und eine Richtung, und erst beides zusammen ergibt den Typ. Er sagt, wie der Körper eines Kindes auf das Essen reagiert, nicht was das Kind essen sollte.
Was beschreibt die Farbe, und was beschreibt die Richtung?
Die Farbe beschreibt, worauf der Körper beim Essen achtet. Die Richtung beschreibt, wie das Kind die Bedingungen verarbeitet, also ob es sie selbst herstellt oder ob es sie von außen vorbereitet bekommen muss.
Die sechs Farben
- Appetit: Ordnung, Klarheit und Überblick auf dem Teller.
- Geschmack: ob ein einzelnes Lebensmittel sich richtig anfühlt.
- Durst: Temperatur, Flüssigkeit und Bewegung.
- Berührung: Sicherheit und Regulation während der Mahlzeit.
- Klang: Geräusche und Stimmen beim Essen.
- Licht: Lichtverhältnisse und Tageszeit.
Warum gibt es zwölf und nicht sechs Ernährungstypen?
Die Farbe allein ergibt noch keinen Typ. Zwei Kinder mit derselben Farbe reagieren unterschiedlich, weil ihre Pfeile in verschiedene Richtungen zeigen.
Ein Beispiel bei der Farbe Appetit: In der einen Richtung ordnet das Kind seinen Teller selbst und ärgert sich, wenn jemand eingreift. In der anderen Richtung isst es am besten von einem Teller, der ihm bereits geordnet hingestellt wurde. Ein Tipp, der bei einem Kind trägt, versagt deshalb beim nächsten, und ein Kind braucht Routine, wo das andere sich davon langweilt.
Wie lest ihr den Ernährungstyp im Chart ab?
Ihr braucht Geburtsdatum, Geburtsort und eine möglichst genaue Geburtszeit, weil die Variablen empfindlich auf Zeitfehler reagieren. Der Chartrechner auf dieser Seite ist kostenlos, und der Blick geht auf den oberen linken Pfeil.
Fünf Schritte beim Ablesen
- Das Chart berechnen und die vier kleinen Pfeile neben dem Kopfzentrum finden.
- Den oberen linken Pfeil auswählen und seine Position bestätigen.
- Die Farbe ablesen, also die Zahl von eins bis sechs.
- Die Richtung ablesen, links oder rechts.
- Das Ergebnis mit euren Beobachtungen am Tisch vergleichen.
Der häufigste Fehler besteht darin, den falschen Pfeil zu lesen, weil alle vier dieselben Farben und dieselben Richtungen tragen.
Gibt es noch feinere Unterschiede als die zwölf Typen?
Ja, eine weitere Ebene bringt sechs Töne dazu. Farbe und Ton ergeben zusammen sechsunddreißig Kombinationen, die in der Ausbildung einzeln ausgearbeitet werden.
Im Familienalltag ist diese Feinheit meist nicht nötig, für Fachkräfte, die mit vielen Kindern arbeiten, lohnt sie sich dagegen. Geschwister wachsen in derselben Familie auf und brauchen trotzdem unterschiedliche Bedingungen.
Was könnt ihr konkret tun?
Behandelt den Typ als Annahme, die am Tisch geprüft wird, und nicht als feste Regel. Beobachtet, ob euer Kind sich darin wiedererkennt, und verändert die Bedingungen in kleinen Schritten.
Fünf Schritte
- Die Beschreibung der Farbe lesen und notieren, was ihr wiedererkennt.
- An der Richtung ablesen, ob euer Kind Bedingungen selbst herstellt oder vorbereitet braucht.
- Eine Bedingung ändern und mehrere Tage beobachten.
- Bei mehreren Kindern die Typen nebeneinanderlegen und den Tisch für jedes Kind anpassen.
- Mit älteren Kindern über ihren Typ sprechen, damit sie ihre Bedürfnisse benennen können.
Dieser Beitrag dient der Orientierung im Alltag und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Beratung. Wenn ein Kind an Gewicht verliert, dauerhaft erschöpft wirkt oder wiederkehrende Beschwerden nach dem Essen hat, gehört das ärztlich angesehen.
Wie ist euer Kind angelegt?
Mit dem Chartrechner seht ihr Energietyp, Profil, Zentren und Variablen eures Kindes auf einen Blick. Ihr braucht nur Geburtsdatum, Geburtszeit und Geburtsort.
Chart berechnenHäufige Fragen
Kann ich den Ernährungstyp meines Kindes auch ohne Chart erkennen?
Hinweise aus dem Alltag können in eine Richtung deuten, etwa starke Reaktionen auf Geräusche, Licht oder Temperatur. Bestätigen lässt sich der Typ nur am oberen linken Pfeil. Viele Verhaltensweisen passen zu mehreren Farben, und die Richtung ist von außen kaum zu sehen, deshalb arbeiten Beobachtung und Chart am besten zusammen.
Haben Eltern und Kinder oft denselben Ernährungstyp?
Nicht zwangsläufig. Jeder Mensch hat seinen eigenen Typ, deshalb können die Mitglieder einer Familie weit auseinanderliegen. Das erklärt manche Spannung bei Mahlzeiten, und ein Blick auf das eigene Chart hilft dabei.
Was mache ich, wenn die Beschreibung nicht zu meinem Kind passt?
Prüft zuerst, ob ihr den richtigen Pfeil gelesen habt, danach die Geburtszeit. Wenn beides stimmt, beobachtet über mehrere Wochen. Manche Kinder haben sich an unpassende Bedingungen angepasst und zeigen ihren Typ erst, wenn sich am Tisch etwas ändert.