Welche Öle passen zu den einzelnen Zentren?

Zu jedem der neun Zentren gehören unterstützende Öle. Die Richtung der Auswahl hängt davon ab, ob ein Zentrum offen oder definiert ist.

Kurz erklärt

  • Jedes der neun Zentren hat unterstützende Öle.
  • Die Auswahl unterscheidet sich bei definierten und offenen Zentren.
  • Offene Zentren brauchen Hilfe beim Abgrenzen, definierte Zentren beim Ausdruck.
  • Entscheidend ist, ob ein Kind Energie aufnimmt oder beständig eigene ausdrückt.

Zu jedem der neun Zentren gehören unterstützende Öle, und die Auswahl fällt unterschiedlich aus, je nachdem, ob ein Zentrum definiert oder offen ist. Offene Zentren brauchen Hilfe beim Abgrenzen, definierte Zentren brauchen Hilfe beim Ausdruck.

Yusuf ist neun und kommt vom Fußballtraining nach Hause, am liebsten würde er weitermachen. Gegen acht sitzt er weinend auf der Treppe und weiß selbst nicht, warum. Seine Mutter fragt, ob ein Öl ihn abends begleiten könnte. Vor einer Empfehlung gehört der Blick ins Chart, denn eine ähnliche Erschöpfung kann von verschiedenen Zentren kommen.

Warum unterscheidet sich die Auswahl nach offenen und definierten Zentren?

Ein definiertes Zentrum ist im Chart farbig und arbeitet beständig, deshalb hat das Kind dort verlässlichen Zugang zu seiner eigenen Energie.

Ein offenes Zentrum ist weiß. Das Kind nimmt dort die Energie anderer auf und erlebt sie oft stärker als sie gemeint war. Daraus ergibt sich die Grundregel: Offene Zentren brauchen Hilfe beim Abgrenzen, also beim Abgeben des Aufgenommenen und beim Unterscheiden von Eigenem und Fremdem. Definierte Zentren brauchen Hilfe beim Ausdruck. Welche Zentren vorliegen, zeigt der kostenlose Chartrechner.

Worum geht es bei den einzelnen Zentren?

Die folgende Übersicht gibt die Richtung für die Begleitung offener Zentren. Sie ist keine Ölliste, sie hilft bei der Frage, welches Zentrum in einer Situation überhaupt beteiligt ist.

Die neun Zentren und ihre Richtung, wenn sie offen sind

  • Kopfzentrum, Inspiration und mentaler Druck: die Fragen und Sorgen anderer nicht als eigene tragen.
  • Ajna-Zentrum, Denken und Konzepte: nicht sicher wirken müssen.
  • Kehlzentrum, Ausdruck und Handeln: nicht um jeden Preis gehört werden müssen.
  • G-Zentrum, Identität und Richtung: das eigene Selbstbild von der Umgebung unterscheiden.
  • Herz- und Ego-Zentrum, Willenskraft und Selbstwert: sich nicht ständig beweisen müssen.
  • Sakralzentrum, Lebens- und Arbeitsenergie: Ruhe und die eigene Grenze erkennen.
  • Solarplexus-Zentrum, Gefühle und Stimmungen: aufgenommene Stimmungen wieder abgeben.
  • Milzzentrum, Intuition und Sicherheit: loslassen können, was nicht mehr hilft.
  • Wurzelzentrum, Druck und Antrieb: den Druck anderer nicht als eigenen empfinden.

Was bedeutet das beim offenen Emotions- und Sakralzentrum?

Bei einem offenen Solarplexus-Zentrum geht es um das Abgeben aufgenommener Stimmungen. Ein solches Kind übernimmt die Spannung eines Raums als eigene und trägt sie oft lange mit sich.

Bei einem offenen Sakralzentrum geht es um Ruhe und das Erkennen der eigenen Grenze. Diese Kinder nehmen die Energie anderer auf, verstärken sie und merken nicht, wann es genug ist. Das könnte Yusuf beschreiben: Im Training und im Spiel macht er weiter, abends bricht es zusammen. Ein definiertes Sakralzentrum kann nach dem Training ähnlich unruhig wirken, hat aber eigene beständige Energie und braucht echte Auslastung. Dieselbe Beobachtung führt also zu einer anderen Art der Unterstützung.

Wie werden Öle je Zentrum und Altersgruppe angewendet?

In der Ausbildung wird jedes Zentrum mit Kindergeschichten, Ölen, Dosierung und Anwendung nach Altersgruppe durchgearbeitet. Die Geschichten helfen, das Zentrum im Alltag wiederzuerkennen, und die Altersgruppen halten Auswahl und Konzentration passend, weil Kinder deutlich geringere Dosen brauchen.

Ätherische Öle für Kinder werden immer in einem Trägeröl verdünnt, sparsam verwendet und nicht eingenommen. Ein Test auf einer kleinen Hautstelle vor dem ersten Gebrauch ist sinnvoll. Öle begleiten ein Kind, sie verändern seine Umstände nicht: Für Yusuf zählt die ruhige Zeit nach dem Training genauso viel.

Was kannst du in der Beratung konkret tun?

Klare Schritte machen die Auswahl nachvollziehbar und helfen Eltern zu verstehen, warum ihr Kind ein anderes Öl bekommt als das Nachbarkind.

Fünf Schritte

  • Im Chart prüfen, welche Zentren offen und welche definiert sind.
  • Die Beobachtung der Eltern mit einem Zentrum verbinden, statt vom Verhalten direkt zum Öl zu springen.
  • Klären, ob es um Abgrenzen oder um Ausdruck geht.
  • Altersgruppe, Verdünnung und sparsame Dosierung beachten.
  • Das Kind den Duft mitauswählen lassen und die Alltagsbedingungen besprechen.

Dieser Beitrag dient der Orientierung im Alltag und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Beratung. Ätherische Öle sind hochkonzentriert: wenn ein Kind auf eine Anwendung mit Hautreizung, Atembeschwerden oder Unwohlsein reagiert, gehört das ärztlich angesehen.

Die Fachausbildungen

Werde Fachpädagoge für moderne Pädagogik und Entwicklung

Die Junera Akademie bildet Fachkräfte, Coaches und Begleiter in drei Fachrichtungen aus. Fundiert, mit Entwicklungspsychologie als Grundlage, mit Praxisarbeit und anerkanntem Abschluss.

Zu den FachrichtungenGespräch anfragen

Häufige Fragen

Braucht jedes offene Zentrum ein eigenes Öl?

Nein. Viele Kinder haben mehrere offene Zentren, und ein Öl je Zentrum ist weder sinnvoll noch kindgerecht. Wähle das Zentrum, das in der aktuellen Situation am meisten beteiligt ist. Bei Kindern sind wenige Öle und geringe Dosen verlässlich die bessere Wahl.

Was ist der Unterschied zwischen einem offenen und einem undefinierten Zentrum?

Beide nehmen Energie von außen auf. Ein undefiniertes Zentrum hat einen beständigen Zugangspunkt, ein vollständig offenes hat keinen und reagiert deshalb stärker und schwerer vorhersehbar. Für die Grundrichtung der Begleitung ist der Unterschied einer des Grades.

Kann ich die Öle auch für mich selbst nach meinen Zentren auswählen?

Das Prinzip gilt auch für Erwachsene: offene Zentren brauchen Hilfe beim Abgrenzen, definierte beim Ausdruck. Erwachsene brauchen andere Dosierungen als Kinder. In der Arbeit mit Familien hilft das eigene Chart, weil auch Begleiter Stimmungen und Energie aufnehmen.

Weiterlesen

Alle Beiträge ansehen