Kurz erklärt
- Kinder bekommen deutlich niedrigere Mengen als Erwachsene.
- Öle werden immer in einem Trägeröl verdünnt.
- Die Dosierung folgt vier Altersgruppen und steigt mit dem Alter.
- Weniger ist bei Kindern verlässlich die bessere Wahl.
- Vor der ersten Anwendung gehört ein Test auf einer kleinen Hautstelle dazu.
Kinder bekommen ätherische Öle immer in viel geringerer Menge als Erwachsene, und sie bekommen sie immer verdünnt in einem Trägeröl. Welche Konzentration passt, hängt vom Alter ab. Dafür lassen sich vier Gruppen unterscheiden: null bis drei Jahre, vier bis sieben, acht bis zwölf und dreizehn bis achtzehn.
Die Reihenfolge ist dabei wichtiger als jede einzelne Zahl: zuerst die Frage, ob ein Öl für dieses Alter überhaupt geeignet ist, danach die Verdünnung, danach die Menge.
Warum brauchen Kinder eine andere Dosierung als Erwachsene?
Ätherische Öle sind hoch konzentriert. Mengen, die für Erwachsene passen, können für Kinder zu stark sein. Unverdünntes Öl auf Haut, Kissen oder Spielzeug ist deshalb keine gute Idee, besonders nicht bei Babys und Kleinkindern und besonders nicht in der Nähe von Augen und Schleimhäuten.
Dazu kommt, dass manche Öle für bestimmte Altersgruppen nicht geeignet sind. Das Alter entscheidet also nicht nur über die Menge, sondern auch über die Auswahl. Welche Öle überhaupt in Frage kommen, behandelt der Beitrag dazu, ob ätherische Öle für Kinder sicher sind.
Wie unterscheidet sich die Dosierung nach Altersgruppen?
Die Konzentration richtet sich nach dem Alter und steigt über die Jahre an. Für jede Gruppe gibt es zusätzlich Hinweise, die vom einzelnen Öl abhängen.
Die vier Altersgruppen
- Null bis drei Jahre: sehr zurückhaltend dosieren und stark verdünnen. Manche Öle sind nicht geeignet. Gesicht und Mund bleiben frei.
- Vier bis sieben Jahre: niedrig dosieren. Das Kind darf beim Duft mitentscheiden.
- Acht bis zwölf Jahre: die Konzentration steigt schrittweise. Das Kind kann rückmelden, wie der Duft für es ist.
- Dreizehn bis achtzehn Jahre: die Konzentration steigt weiter. Die Anwendung bleibt verdünnt und sparsam.
Diese Einteilung ist eine allgemeine Orientierung. Sie ersetzt nicht die Angaben, die für ein einzelnes Öl gelten.
Warum ist bei Kindern weniger mehr?
Weniger ist bei Kindern verlässlich die bessere Wahl, und das gilt für die Konzentration, für die Menge und für die Zahl der Öle gleichzeitig. Zu starke Düfte führen häufig zu Ablehnung statt zu der Wirkung, die gemeint war.
Kinder reagieren unterschiedlich auf Düfte. Deshalb beginnst du mit der kleinsten sinnvollen Menge und beobachtest, anstatt die Menge langsam zu steigern.
Kinder dürfen dabei selbst entscheiden. Ein Nein ist eine vollständige Antwort. Eingenommen werden Öle nicht, auch nicht in kleinen Mengen.
Welche Rolle spielt das Human Design Chart bei der Anwendung?
Im Human Design richtet sich die Auswahl des Öls nach dem Aufbau des Charts, besonders nach den neun Zentren und danach, ob sie definiert oder offen sind. Das Chart entscheidet also, welches Öl passt. Das Alter entscheidet, wie viel davon.
Die Reihenfolge bleibt immer gleich: Chart ansehen, den aktuellen Zustand des Kindes beobachten, ein Öl auswählen, danach nach Alter dosieren. Welches Öl zu welchem Zentrum gehört, beschreibt der Beitrag zu den Ölen für die einzelnen Zentren, und wie beides zusammenspielt, der Beitrag dazu, wie du Human Design und ätherische Öle verbindest.
Das Chart selbst berechnest du mit dem kostenlosen Chartrechner.
Was kannst du in Kita und Praxis konkret tun?
Ein Beispiel: Ein Vater fragt, ob man ein Öl auf das Kuscheltier seines Kleinkindes in der Kita geben könne. Sinnvoll ist, das zunächst zu lassen und stattdessen über den Abendablauf zu Hause zu sprechen, damit sich daraus ruhige Elemente für die Mittagsruhe ableiten lassen.
Regeln für die Anwendung
- Öle nur verdünnt in einem Trägeröl verwenden.
- Die Menge am Alter ausrichten und sparsam beginnen.
- Vor der ersten Anwendung eine kleine Hautstelle testen.
- Augen, Schleimhäute, Gesicht und Mund frei lassen.
- Öle nicht einnehmen lassen und außerhalb der Reichweite aufbewahren.
- Das Kind den Duft mitwählen lassen und ein Nein stehen lassen.
Wer so vorgeht, kommt mit wenigen Ölen weit. Welches Öl zu welchem Kind passt, beschreibt der Beitrag dazu, welche ätherischen Öle zu welchem Kind passen.
Dieser Beitrag dient der Orientierung im Alltag und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Beratung. Wenn ein Kind auf ein Öl reagiert, wenn Beschwerden anhalten oder wenn Vorerkrankungen bestehen, gehört das ärztlich angesehen.
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Zu den FachrichtungenGespräch anfragenHäufige Fragen
Wie mache ich einen Hauttest bei einem Kind?
Gib eine kleine Menge verdünnten Öls auf eine kleine Hautstelle, zum Beispiel die Innenseite des Unterarms, und sieh sie dir eine Weile an. Wenn die Haut rot wird oder sich das Kind unwohl fühlt, lässt du das Öl weg. Mache das vor jeder ersten Anwendung, auch bei Ölen, die ein Geschwisterkind verträgt.
Darf ich ätherische Öle bei Kindern in der Kita einsetzen?
Das hängt von den Regeln der Einrichtung und von der Zustimmung der Eltern ab. Kläre es vorher mit der Leitung und mit den Eltern. Bringen Eltern ein Öl mit, frage, wie sie es zu Hause anwenden, und prüfe Verdünnung und Altersgruppe, bevor du etwas tust.
Welches Öl passt zu einem bestimmten Kind?
Die Auswahl richtet sich nach den Zentren im Human Design und danach, ob sie definiert oder offen sind, zusammen mit der Beobachtung, wie es dem Kind gerade geht. Das Alter entscheidet danach über die Dosierung.